Tag 1 

Ein Blogartikel über Naturgenuss, Intuition, Ernährung in der Wildnis.

Ausgleich und inneren Frieden finden abseits eingefahrener Pfade, Erlebnis und Natur pur.
Der erste Tag meiner Tour führt mich von Erkner im Südosten von Berlin zu einem uckermärkischen Ökodorf Brodowin am Parsteiner See. Teile dieser Tour bin ich schon gefahren. Es ist immer wieder ein Erlebnis auf schmalen Pfaden entlang unzähliger Seen und Wälder zu fahren. Dadurch werden selbst 100 km nie langweilig oder anstrengend. Es gibt immer wieder etwas Neues zu sehen.

Begonnen habe ich diese Touren bereits vor Jahren. Körperliche und geistig anstrengende Schichtarbeit, unter teils schwierigen Bedingungen fordern ihren Ausgleich. Hier in der Natur kann ich sein und wieder auftanken. Das in Kombination mit einer moderaten Bewegung fördert meinen Flow und bilanziert mich wieder aus. Irgendwann kommst du innerlich total zur Ruhe und die Gedankenmaschine, der plappernde Affe in dir, kann Pause machen. Herrliche Waldseen malerisch in schönen Wäldern gelegen laden zusätzlich zum Abtauchen ein. Was kann es besseres geben, das kleine Glück direkt vor der Haustür liegt so nah.

In Brodowin angekommen wird erst einmal Wasser und Proviant für den nächsten Tag in meinen Rucksack geladen und eine ausgiebige Pause eingelegt. Dort gibt es sehr leckeres Bioeis. Dieser Versuchung kann ich nach einer langen Tour nicht widerstehen. Nach der Pause stehen die letzten Kilometer zum Nachtquartier an. Durch andere Touren kenne ich einen Aussichtspunkt in der Nähe von Brodowin. Ich habe den Wunsch dort oben eine Nacht in mitten der Natur zu übernachten. Eine wundervolle Aussicht auf den Parsteinsee und andere Seen erwartet mich. Musikalisch eingestimmt durch Klänge der Natur bereite ich mich auf den nächsten Tag vor. Dort in der Uckermark ist ein bedeutendes Vogelrevier mit Wildgänsen, Kranichen usw. Selbst grün leuchtende Glühwürmchen habe ich gesehen. Hier darf Natur noch natürlich sein. Eine Insel von Frieden und Einklang. Mutter Natur hat an diesem Abend eine Überraschung für mich vorbereitet. Kurz nach dem ich den Sonnenuntergang auf Video aufgenommen habe, kam dann ein kurzer heftiger Gewitterschauer. Zum Glück das Zelt ist schnell unter einem Strauch aufgebaut und ich bin sicher.

Die erste Nacht habe ich gut überstanden. Ehrlich gesagt, die erste Nacht unter freiem Himmel ganz alleine hat schon etwas besonders. So kam der Schlaf etwas zu kurz. Auch kein Wunder bei den vielen Erlebnissen. Am nächsten Morgen weckte mich die Wärme der Sonne zärtlich in meinem kleinen Zelt. Wenn die Sonne so zeitig am Himmel aufgeht, verheisst dies nichts gutes.

Tag 2

Meine Intuition sollte recht behalten. Wo wir auch beim zweiten Tag angekommen sind. Intuition, den rechten Weg finden. Aus meiner Intuition heraus, entschied ich mich einen anderen Weg als geplant zu fahren. Aus gutem Grund wie sich herausstellt. Das neue GPS habe ich abgeschaltet, um Strom zu sparen und mein altes GPS als grobe Hilfe eingeschaltet. Zusätzlich habe ich Karten dabei und mich daran orientiert. Die Reise geht weiter Richtung Norden. Das Ziel heute ist die Stadt Prenzlau. Entlang der Weite der Uckermark fahre ich weiter durch kleine Dörfer. Ich benutze zum Teil den Berlin Usedom Radweg in mitten der Schorfheide.Der Himmel verheißt an diesem Tag nichts gutes. Es wird von Stunde zu Stunde immer dunkler. Ein paar leichte Regentropfen kündigen mehr davon an. In einem Dorf dann der erste Schreck, ein Baustelle. Schnell ist jedoch der rechte Weg zum Teil mitten hindurch gefunden und es geht weiter.

Im nächsten Dorf dann nach 75 Km kurz vor Prenzlau die Eingabe hier kurz umzudrehen zu der Stelle, die ich gerade gesehen habe. Ein Strand mit Rastplatz und Unterstellmöglichkeit. Der Regen nimmt langsam zu. Ich entscheide hier zu bleiben. Das Zelt baue ich unter dem Tisch eines Unterstandes auf. Top sicher, so meine Annahme. Kurz vor Sonnenuntergang öffnete der Himmel seine Pforten. Ich bin ja sicher hier unter dem Dach. Im schläfrigen Zustand dann ein Gefühl wie auf einem Wasserbett zu liegen.Gott sei Dank das Zelt ist dicht. Der zweite Gedanke was ist jetzt. Blitzartig habe ich mich aus dem Zelt gewunden und alles auf dem obigen Tisch in Sicherheit gebracht. Der ganze Platz war eine große Pfütze. Auch das Zelt habe ich gerettet. Jetzt die Frage, wie das Zelt auf dem Tisch befestigen. Aus irgendeiner Eingabe heraus habe ich am Tag vor meiner Reise ein paar Kabelbinder in der Hand gehabt. Diese habe ich dann in meinen Rucksack verstaut. Jetzt weiss ich auch warum. Vielen Dank meinem Bauchgefühl.

Die Nacht verlief dann ruhig, jedoch etwas kalt und hart gebettet. Ich werde von den Schnattergänsen morgens auf dem See geweckt. Was hart macht, bringt einen nicht um, meine Devise beim Winterbaden. Also kurz zum Wachwerden ab in den See. Nach einem ausgiebigen Frühstück, um Energie zu tanken geht es weiter.

Tag 3

Ernährung die effizient ist und lange Energie bringt. Nun stellt sich die Frage, was auf solch einer langen Reise mitnehmen? Mit dem Thema Ernährung befasse ich mich bereits seit über 17 Jahren. Ich fühle mich gesund, bin sportlich sehr aktiv und strebe daher an,eine gute Leistungsfähigkeit zu haben. Mir ist bewusst, wie entscheidend sich Ernährung auf allen Ebenen meines Seins auswirkt. Nun ist es so, dass es über eine richtige Ernährung sehr viele Ansichten, Dogmen und auch Ernährungslehren gibt. Es gleicht einer Sisyphusarbeit sich damit auseinanderzusetzen. Das dadurch sehr viele Menschen Ignoranz üben ist hierbei voll verständlich. Ich gehöre zu den Menschen die Zusammenhänge sehr gut erkennen können und auch sehr scharfsinnig sind, eine sehr gute Beobachtungsgabe haben und die richtigen Instinkte haben. Meiner Ansicht nach isst jeder Mensch anders. Alles in der Natur folgt Rythmen wie die Jahreszeiten, Was macht der Mensch einmal etwas über Ernährung eingebläut bekommen, folgt er diesem Pfad ob gut für ihn oder nicht. Jeder Tag hat andere Herausforderungen, Situationen, die bewältigt werden.

Es ist wie der Tanz deines Lebens Rythmen intuitiv mit Synergie dynamisch so zu kombinieren das Extase entsteht. Einfacher gesagt stell dir einen Formel 1 Rennwagen vor, vor jeder Rennstrecke wird das Auto neu angepasst. Das klingt für uns Menschen schwierig. Es ist ganz einfach;  folge deiner Intuition und nicht den plappernden Affen, die dir einreden wollen, was gut und schlecht für dich ist. Das nennt sich Priming. So leben wir leider Gottes, uns wird ständig suggeriert, was für uns gut sei im Leben. Dabei ist klar das alle Ernährungslehren gegen den Baum gelaufen sind. Leider. Mein Weg ist der der geschickten Synergie. So auch auf meiner Reise.

Um Platz und Gewicht zu sparen habe ich Energieriegel in Rohkostqualität, selbstgemachte Energiebällchen, eine Mischung aus Mineralstoffen, Elektrolyten und Aminosäuren, Kürbiskernen, Kokosmus und natürlich Wasser dabei. Der Effekt beim Sport mit rohköstlicher Nahrung ist ganz einfach. Alle menschlichen Organe verfügen über natürliche Energiereserven. Normalerweise arbeiten sie mit einem Viertel ihrer Energiekapazität und reservieren den Rest für besondere Anforderungen wie eben 100km mit dem Bike durch die Natur zu fahren. So beträgt die Anzahl der Pulsschläge normalerweise ca. 70 Schläge pro Minute. Bei einer rohköstlichen Ernährung kann dies 58 bis 62 Schläge pro Minute sein. Selbst die Lungen können dadurch optimaler arbeiten. Des Weiteren ist zu beachten das in dieser Ernährungsform weniger Schleim entsteht, der eine Belastung gerade beim Sport ausmachen kann. Selbst die Insulinausschüttung kann dadurch reduziert werden. Je mehr Insulin für die Verdauung ausgeschüttet wird, desto müder wirst du unter Umständen. Siehe Gefühl nachdem du Nudeln gegessen hast; du bist genudelt und hast kein Bock auf biken.

Ein weiterer Punkt ist die Energiegewinnung mittels Ketose. Das ist ganz einfach die Leber ist ein Organ in der das Fett in Zucker verwandelt wird. Dazu esse ich bei solchen Belastungen mehr gesättigte Fette in Form von Kokosmus oder Rohmilchbutter wenn vorhanden. Dies sorgt für einen gleichmässigen Energieschub während der körperlichen Belastung. Ein wichtiger Punkt, je mehr Fett du isst, desto besser ist auch dein Wasserhaushalt beim Sport. Fett bindet in den Zellen besser Wasser. Vorstellbar einer Kühlemulsion zum Kühlen von Maschinen. Dadurch wird Energie schneller abtransportiert in Form von besserer Wärmeableitung bzw. Aufnahme. Auch beim Sport entsteht Wärme und wir schwitzen. Dort wo Antriebsenergie erzeugt wird in der Leber und dies über längere Distanzen, spielen Bitterstoffe ein große Bedeutung. Diese unterstützen die Leber in ihrer Regeneration.

Auf meinem Weg nach Usedom genoss ich neben Sauerkirschen, wilden Himbeeren und wilden Heidelbeeren auch wilde Kräuter. Ein ganz besonderes Kraut für Bitterstoffe ist der Löwenzahn. Löwenzahn wird nicht umsonst auch als Kraut der Wiederauferstehung genannt. An meinem zweiten und dritten Tag nutze ich die Vorteile von Löwenzahn zur Regeneration in Synergie mit roh köstlichen Proteinriegeln, Aminosäurenmischung und Elektrolyten sowie Mineralstoffen.

Energie von innen vs. Stimulanzien sind Energiekiller auf lange Sicht.

Viele Sportler oder Menschen, die sehr viel arbeiten, nehmen Stimulanzien, um wach und agil zu sein. Das habe ich auch viele Jahre praktiziert. Mittlerweile halte ich es für einen schweren Irrtum seinen Körper mit Stimulanzien aus Macha, Kaffee, Tee , Kakao voll zu pumpen. Durch die Einnahme von Stimulanzien wird die Nebenniere angeregt Cortisol auszuschütten. Dadurch wird der Körper im ersten Moment beruhigt. Das Cortisol muss allerdings wieder abgebaut werden. Das ist mit Stress und Arbeit verbunden und der Körper läuft zur Hochform auf. Das ist so ähnlich wie im Fluchtfall mit Adrenalin.

So lässt sich die Wirkung von Koffein recht einfach erklären. Beim Sport allerdings ,im normalen hektischen Leben da draussen wird schon genug Cortisol ausgeschüttet. Dies überlastet die Nebennieren. Womit wir wieder bei Thema Energieeffizienz sind. So könnte ich stundenlang weiterschreiben. Alles ist im Zusammenhang zu sehen.

Meine Reise führt mich weiter Richtung Norden. In Prenzlau angekommen, kaufe ich mir erst einmal eine erste Hilfe Decke. Die Aluminium kaschierte Decke aus dem erste Hilfe Sortiment sorgt für die nächsten Nächte für mehr Komfort und Wärme. Kleinste einfache Veränderungen führen oft zu größeren Ergebnissen als große Aktionen. Weiter auf einsamen Pfaden durch die wundervolle Weite der Uckermark geht es gen Norden. Es ist jetzt die Grenze nach Meck Pom erreicht. Von der Küste trennen mich ca. 30km. Der Tag neigt sich dem Ende. Etwas von der eigentlichen Route abgekommen, führt mein Weg mich durch tiefe und verwachsene Wälder Meck Pomms. Hier an einem Bach finde ich eine verwunschene Hütte. Ideal um geschützt zu übernachten für die nächste Nacht. Das verwunschene Waldschlösschen ist von Brennnesseln umgeben. Die ersten Samen sind reif und laden zum Ernten ein. Ein Powerfood das sich vor Moringa und Co. Absolut nicht verstecken braucht. Hier mitten im Wald herrscht himmlische Ruhe im Takt und Mitmuss mit allem was hier lebt. Nur ein Angler stört dem Frieden ein wenig. Was hat uns Menschen dazu getrieben im Unfrieden mit uns und der Natur zu leben???

Tag

Ankunft Usedom Feier, Abkehr von der Linie. Nach einer kühlen klaren Nacht in meinem Waldhotel geht es die letzten 30km an die Küste. Genauer gesagt das Ziel ist Kamp, ein kleiner Ort direkt an einer Meereenge nach Usedom. Dort wartet die Fähre zum Übersetzen auf die Sonneninsel im Norden. Nach dem alles gepackt ist, fahre ich los. Da es sehr kühl am Morgen ist,beschließe ich auf das Frühstück vorerst zu verzichten. Beim Fahrradfahren warm geworden, gibt es nach 15km eine kleine Rast mitten in einem kleinen Ort an einer schönen alten Kirche gelegen. Dort gibt es dann ein kleines Powerfrühstück.

Jetzt sind es noch 15km bis nach Kamp. Es geht die Küste entlang. Ein Paradies für Zugvögel und andere wilde Tiere. An einem Aussichtsplatz dann die letzte Rast. Hier genieße ich den Ausblick auf die Schönheit der wilden Natur. Nach wenigen Kilometern ist der kleine Ort Kamp erreicht. Ich bin etwas zu zeitig dort. Die erste Fähre fährt erst um 11:00 Uhr. Für mich Gelegenheit den Akku meines GPS aufzuladen und die Sonne zu geniessen. Bei wundervollem Wetter setze ich über. Ein sehr alte berühmte Bauwerksruine aus Kriegszeiten lädt zum Staunen ein. Es ist eine alte Eisenbahnzugbrücke. Diese hat einmal Usedom mit dem Festland verbunden.

Von Karmin geht es in die Stadt Usedom. Mein nächstes Ziel ist Melenthin, ein Ort mitten im Herzen von Usedom. Dort befindet sich ein Wasserschloss und ein Gutshof. Zuvor geht es durch schöne Kiefernwälder, durch kleine Orte und zum Teil mit Blick auf die Küste weiter. In einem Wald entdecke ich Blaubeeren, ein ideales Powerfood für das nächste Frühstück. Schnell sind ein Glas voll gesammelt und die Reise geht weiter. Zum Gutshof nach Melenthin ist nun nicht mehr weit. Es ist bald Mittagszeit und ich freue mich auf einen schönen Mittagstisch. Der Gutshof Melenthin befindet sich im Herzen von Usedom. Dort gibt es ein Restaurant mit preisgekrönnten Waffeln mit Buchweizen. Zur Feier des Tages gibt es heute mal keine Rohkost, sondern ein Schlemmermenü nach Lust und Laune mit Eiscreme, Waffeln und Kakao. Bei herrlichem Sommerwetter sitze ich im Gutshof und geniesse das Essen, meine Ankunft und das Leben.

Eines habe ich gelernt in den letzten 17 Jahren. All zu starre Regeln, Dogmen führen zum Bruch und können uns mehr schaden, als ein Eis mit Zucker oder dergleichen. Jedes Flugzeug ist schwingend gebaut, besonders die Flügel. Ein Flugzeug mit einer starren Konstruktion würde in der Luft zerbrechen. So ähnlich ist das mit unseren Handlungen und Gedanken. Leben heisst sich jeden Tag neu erfinden, statt nach schnurgeraden Plänen zu leben. Dabei entsteht die Gefahr sich selbst zu kasteien.